FC 96 - SG Massen 1:0 (0:0)

10.08.2026 | mkorsakov

14 lange Jahre. Entbehrungen, Erniedrigungen, Abstiege. Nach all der Zeit endlich wieder – Landesliga. Und dann auch noch die Gruppo tre. Also die wo quasi um die Ecke is. Und mit einigermassen ausgebautem ÖPNV zu erreichen. Ja, die. Und in dieser gab’s also den ersten Spieltag.

Am davorgelegenen Freitag wurde das Nachbarschaftsduell Hombruch vs Kik-Tedi besichtigt und erste graue Wolken wollten den freudigen Saisonausblick gehörig trüben, gab es doch dort ganze sieben Buden zu begutachten. Für ein Team. Die mit der unvorteilhaften Abkürzung, die einen an norddeutsche Rothosen denken lässt.

Aber was hilft’s? Der Spieltag dräute im Terminkalender, je weiter die Stund gen Sonntag fortschritt. Endlich (?) war’s so weit, auf zu den spieltechnisch heimischen Gefilden die da sind der Hohenhorst. Leider machte die Ampel der Platz-Bespielbarkeit einen roten Strich durch die Rechnung, die uns bisher unbekannten Gäste im wohlfeilen Stadionrund zu begrüßen; ach, hätten wir doch den lieblichen Klängen der Aufstiegsmelodeien (»Ja hier kommt unser FC!«) lauschen und die Gegner in Angst und Schrecken versetzen können …
Aber nein, der ebenso grüne, jedoch um einige gewohnte Bequemlichkeiten minder-begüterte Nebenplatz, im Vereinsumfeld wohlfeil »Werferfeld« genannte Nebenplatz sollte es sein.

Pah, uns doch schweiß-egal, haben wir hier doch so mancher der 90-minütigen grün-gelben Veranstaltungen beigewohnt. So auch diesmal.
Flugs die »Gegengerade« eingenommen, erste Gästefans (?) nach Ankunft wieder verschreckt (buh!) und Zaun und Feldumrandung farbenfroh eingekleidet und mit für Außenstehende ungenau zitierten Zeilen tapeziert. So muß das.

Das Spiel war dann, entgegen im Vorfeld geäußerter Befürchtungen gar nicht so schlecht. Der Keeper mit einer guten Leistung hat so manche Unnaraner (?) Chance zunichte gemacht, im Sturm darf es dagegen ruhig noch etwas präziser zugehen.
In der 63. Minute dann ein Sonntagsschuß (ha!) zum 1:0 für grün-gelb. Schönet Ding, das. Tor der Spieltags, wenn’s sowas für die LL 3 geben würde.

Nach unendlich erscheinenden Nachspielminuten (vier? acht? drölf?) endlich der Abpfiff und die ersten drei Punkte gegen den Abstieg bzw. für den Durchmarsch (hust) waren eingetütet.
Die Mannschaft tat überrascht, dass auf einmal auch Sangesbekundungen von Team Vestpiraten zu vernehmen waren und kamen direkt zum Händeschütteln vorbei. Hach, das war ja wie vor 14 Jahren …

Nächste Woche geht’s ins Supermarkt-Stadion an der südlichen Recklinghäuser Stadtgrenze.
Dann haben wir das zumindest auch schon mal hinter uns.

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